Tamara Ioseliani, die stellvertretende Ministerin für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, lenkte auf der Plenarsitzung der Eurasia Week der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris die Aufmerksamkeit auf die wachsende Bedeutung der transkaspiischen internationalen Transportroute und die Stärkung der Rolle Georgiens als bedeutenden Akteur in der Region.
„Die transkaspiische internationale Transportroute, die auch als Mittlerer Korridor bekannt ist, hat nicht mehr den Status einer alternativen Route. Heute wird sie zunehmend als strategischer Bestandteil stabiler Lieferketten, wirtschaftlicher Sicherheit und solider Verbindungen zwischen Europa und Asien wahrgenommen. Georgien ist nicht die transitorische Peripherie des Korridors, sondern ein Schlüsselland, das seine geografische Lage in einen wirtschaftlichen Vorteil verwandelt und sich bemüht, das Schwarze Meer als zuverlässiges Tor zwischen Zentralasien und der Europäischen Union zu positionieren“, betonte Tamara Ioseliani.
Die Ministerin hob die großangelegten Infrastrukturprojekte hervor, die die Funktion Georgiens im Korridor stärken, und bemerkte, dass die Regierung bedeutende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur des Landes getätigt hat, um ihre Rolle zu festigen. Laut Tamara Ioseliani wird die Gesamtinvestition Georgiens in die grundlegende Verkehrs- und Logistikinfrastruktur 7 Milliarden US-Dollar erreichen, entsprechend der staatlichen Vision für die Entwicklung des Verkehrs und der Logistik.
Die stellvertretende Ministerin berichtete, dass das Frachtaufkommen in Georgien und auf der transkaspiischen Route zunimmt, was die Relevanz des Korridors bestätigt. „Im Jahr 2025 wurde ein signifikanter Anstieg der Containerverschiffungen in den georgischen Häfen verzeichnet – das Containerumschlagvolumen stieg um 20 % im Vergleich zum Jahr 2024. Darüber hinaus ist die Menge der per Bahn transportierten Containerlieferungen um 14 % gestiegen. Besonders bemerkenswert ist die 33%ige Zunahme der Containerströme im Mittleren Korridor, was die Rolle Georgiens als wichtigen Transitknotenpunkt weiter unterstreicht. Unser Ziel ist es, diesen Impuls in nachhaltiges Wachstum zu verwandeln, indem wir ein Transportsystem schaffen, das effizient, kompatibel und vollständig in die regionalen und europäischen Lieferketten integriert ist“, sagte Tamara Ioseliani.
Die Ministerin wies auch auf die Synchronisierung von Zoll- und anderen Verfahren der beteiligten Länder im Korridor hin und stellte fest, dass Georgien aktiv an der Digitalisierung des Korridors und an der Stärkung anderer Arten der Zusammenarbeit arbeitet. Laut Tamara Ioseliani ist die Schaffung eines multimodalen Joint Ventures im Mittleren Korridor ein Beweis für den Übergang zu koordinierten Dienstleistungen, vorhersehbaren Zeitplänen und wettbewerbsfähigen Tarifen, was genau das ist, was globale Spediteure erwarten.
„Die Botschaft Georgiens ist klar: Der Mittlere Korridor muss als ein System funktionieren – physisch verbunden, digital synchronisiert und institutionell koordiniert. Georgien verwandelt diese Vision in Realität und entwickelt sich konsequent zu einem zuverlässigen Knotenpunkt in Eurasien“, betonte Tamara Ioseliani.
Die Plenarsitzung war der Erörterung der Entwicklungsmöglichkeiten des transkaspiischen Transportkorridors und den Fragen der regionalen Konnektivität gewidmet. Auch die OECD-Studie „Wettbewerbsfähigkeit des transkaspiischen Transportkorridors in Zentralasien“ wurde während der Sitzung diskutiert.
An der OECD Eurasia Week nimmt ebenfalls Genadi Arveladze, stellvertretender Minister für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, teil.