Die Ministerin für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, Mariam Kvirikashvili, nahm zusammen mit Premierminister Irakli Garibashvili an der feierlichen Zeremonie zum Beginn der zweiten Phase des neuen Seehafens in Poti teil.
Laut Ministerin ist dieses Projekt eine direkte und effektive Antwort auf die steigende Nachfrage im Transport- und Logistiksektor des Landes.
„Dieses Projekt eröffnet neue Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Stärkung regionaler Verbindungen. In den letzten Jahren hat sich die Mittelkorridor-Route zu einer der dynamischsten internationalen Transportwege entwickelt. Dementsprechend ist auch der Frachtverkehr, der durch Georgien geleitet wird, erheblich gestiegen.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat das Volumen der über den Mittelkorridor transportierten Güter um 21 % zugenommen, während das Tonnenmaß der in georgischen Häfen ankommenden Schiffe um 19 % gestiegen ist. Dieses Wachstum wird in praktisch allen wesentlichen Richtungen verzeichnet, was erneut die wachsende Rolle unseres Landes in der regionalen und internationalen Logistik unterstreicht“, betonte die Ministerin für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung.
Mariam Kvirikashvili wies darauf hin, dass die zusätzlichen Investitionen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung sind, da sie die Kapazitäten des neuen Seehafens in Poti erheblich erhöhen werden.
„Nach Abschluss der zweiten Phase wird die Umschlagkapazität des Hafens 3 Millionen Tonnen erreichen, die Effizienz der Operationen wird steigen, die Bearbeitungszeit der Fracht wird beschleunigt, was sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit Georgiens auswirken wird“, sagte die Ministerin.
In der ersten Phase wurden bereits 93 Millionen US-Dollar investiert und 360 Arbeitsplätze geschaffen. In dieser Entwicklungsphase des Projekts werden zusätzlich etwa 50 Personen beschäftigt.
„Ich möchte mich besonders bei der Internationalen Entwicklungsfinanzierungsbehörde der USA (DFC) bedanken, die weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung Georgiens unterstützt, sowie bei Group Pace, die private Initiativen in erfolgreiche Projekte von nationaler Bedeutung verwandelt hat“, erklärte Mariam Kvirikashvili.
In ihrer Rede betonte die Ministerin, dass es allgemein bekannt sei, dass die georgische Regierung in diesem Bereich eine konsistente und klare Politik verfolgt. Ihrer Auffassung nach gehört nicht nur die Entwicklung des neuen Seehafens in Poti, sondern auch der Bau des Tiefseehafens Anaklia, die Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur und die Entwicklung des östlich-westlichen Verkehrskorridors zu dieser Vision.
„Die heutige Investition bedeutet mehr Fracht, mehr Arbeitsplätze, mehr wirtschaftliche Aktivitäten und eine noch stärkere Position Georgiens im regionalen und globalen Handel“, so Mariam Kvirikashvili.
An der Veranstaltung nahmen auch der kommissarische US-Botschafter Alan Persily, der Geschäftsführer der Internationalen Entwicklungsfinanzierungsbehörde der USA (DFC), Kenneth Angel, und der Präsident von Pace International, Ioseb Dolidze, teil.
Am Ende der Veranstaltung fand eine Zeremonie zur Einsetzung einer symbolischen Kapsel statt.
Die zweite Phase des Projekts sieht sowohl eine weitere Erweiterung der Hafeninfrastruktur als auch eine Erhöhung der Kapazität vor. Konkrete Maßnahmen beinhalten den Bau eines neuen Anlegers mit einer Länge von 250 Metern und einer Tiefe von 13 Metern; die Vertiefung des Zugangsgewässers; den Einbau moderner Schiffsbeladegeräte; die Einrichtung eines 700 Meter langen Förderbands, das den bestehenden Lagerbestand von Carbamid mit dem neuen Anleger verbindet.