Erklärung des Wirtschaftsministeriums zur Anklien Port-Bau

Entscheidung zum Anklien-Port-Bau in Georgien

Wir möchten der Öffentlichkeit eine wichtige Entscheidung mitteilen, die die georgische Regierung über den Bau des Anklien-Boston-Hafen beschlossen hat.

Wie bekannt ist, kommt dem Bau des Anklien-Hafens eine immense Bedeutung für die Stärkung der Transitfunktion Georgiens und somit für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu.

Die Rolle des Mittelkorridors nimmt zunehmend zu, um die Anbindung zwischen dem Westen und dem Osten zu fördern. Der Mittelkorridor hat sich als die kürzeste und bedeutendste Handels- und Wirtschaftsroute zwischen Europa und Asien entwickelt, wobei Georgien eine Schlüsselrolle spielt. Unsere Hafeninfrastruktur arbeitet heute mit maximaler Kapazität. Ein Anstieg ist bei allen Arten von Gütern zu verzeichnen. Im Zeitraum von Januar bis April 2026 stieg der Güterumschlag im Vergleich zum Vorjahr um 21 %, während in den letzten vier Jahren insgesamt ein Anstieg von 46 % verzeichnet wurde.

In den vergangenen zwölf Monaten hat die georgische Regierung eine klare Vision und Strategie für die weitere Entwicklung des Transport- und Logistiksektors des Landes formuliert, die in vollem Einklang mit den Perspektiven zur Erhöhung der Durchsatzkapazität der Transportinfrastruktur der Mittelkorridor-Länder steht.

Die georgische Regierung wird bis 2032 rund 7 Milliarden US-Dollar in die strategische Infrastruktur dieses Sektors investieren, zu der der Bau des Anklien-Boston-Hafens, die qualitative Erneuerung der georgischen Eisenbahn und der Abschluss der Bauarbeiten an den Schnellstraßen gehören.

Die von der georgischen Regierung während dieser Zeit durchgeführte Politik, die umgesetzten Reformen und die koordinierte Zusammenarbeit mit Partnerländern haben ein beispielloses internationales Interesse am Anklien-Boston-Hafen sowohl von Nachbar- und zentralasiatischen Ländern, als auch von China und den Golfstaaten sowie westlichen Unternehmen hervorgerufen.

Vor diesem Hintergrund ist es offensichtlich, dass das Anklien-Projekt bereits zu einem strategischen Infrastrukturprojekt von internationaler, nicht nur regionaler Bedeutung geworden ist.

Angesichts des wachsenden Interesses vieler Länder und internationaler Unternehmen ist es für Georgien grundsätzlich wichtig, dass die Entwicklung Anklien auf einem Modell basiert, das die führende Rolle des Staates bei der Entwicklung strategischer Infrastruktur sichert und gleichzeitig ein wettbewerbsfähiges Umfeld schafft, in dem die Interessen mehrerer interessierter Partnerländer und Unternehmen berücksichtigt werden können.

Gerade unter Berücksichtigung dieser Aufgabe hat die georgische Regierung beschlossen, den Anklien-Boston-Hafen nach dem weltweit am weitesten verbreiteten sogenannten „Landlord-Modell“ zu bauen, bei dem der Staat Hauptbesitzer der maritimen und portuaren Infrastruktur bleibt und deren Entwicklung und Verwaltung selbst sicherstellt. Das „Landlord-Modell“ ermöglicht es dem Staat, den Hafen von Anklien nicht nur mit einem, wie bisher geplant, sondern gleichzeitig mit mehreren Staaten und Unternehmen in Partnerschaft zu entwickeln, was die besten Bedingungen für die Gewinnung von Gütern im Hafen und damit für einen möglichst effizienten Betrieb schafft.

Zusätzlich zur Schaffung der Hafeninfrastruktur wird der Staat sicherstellen, dass die Straßen- und Eisenbahnanbindung nach Anklien hergestellt wird, während die notwendigen Investitionen für die Errichtung von Container- und Massengutterminals von internationalen Investoren und privaten Betreibern durchgeführt werden. Die georgische Regierung begrüßt insbesondere Investitionen in den Anklien-Hafen aus Ländern des Mittelkorridors – aus China, zentralasiatischen Ländern und Aserbaidschan.

Die getroffene Entscheidung basiert auf dem Hauptziel: Mit der Mitwirkung der Partnerländer und unter Berücksichtigung deren Interessen soll der Anklien-Hafen zu einem Zentrum internationaler Interessen, Kapitalflüsse und Güterströme werden.

Die von der georgischen Regierung getroffene bedeutende Entscheidung stärkt noch weiter die nationalen Interessen Georgiens, schafft neue wirtschaftliche Möglichkeiten und macht unser Land zu einem Schlüsselakteur im Mittelkorridor-Projekt.

 

 

 

 

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