Steuerliche Vorteile für IT Unternehmen in Georgien: Virtual Zone & International Company erklärt

Steuerliche Vorteile für IT Unternehmen in Georgien Virtual Zone & International Company erklärt
Georgien entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven IT Standort und bietet zwei der wettbewerbsfähigsten Steuerprogramme für Technologiefirmen: Virtual Zone und International Company.

Beide Regime richten sich speziell an exportorientierte IT Unternehmen, Softwareentwickler, SaaS Anbieter, Cloud Dienstleister und Tech Startups, die eine steueroptimierte und kosteneffiziente Struktur suchen.

Dieser Leitfaden erklärt die beiden Modelle im Detail, zeigt ihre Vorteile, Anforderungen, Anwendungsbereiche, steuerlichen Unterschiede und den jeweiligen Registrierungsprozess. Zudem erfahren Unternehmen, welches Modell für ihr Geschäftsmodell geeignet ist.


Was macht Georgien für IT Unternehmen attraktiv?

Georgien bietet ein besonders unternehmensfreundliches Umfeld für IT Firmen.

Das regulatorische Umfeld ist modern, administrative Prozesse sind schnell und die Unternehmensgründung ist unkompliziert.

Digitale Steuerprozesse, elektronische Signaturen und effiziente Kommunikationswege schaffen eine hohe Verlässlichkeit. Das Steuersystem ist stabil, langfristig angelegt und darauf ausgerichtet, internationale IT Aktivitäten anzuziehen.

Zentrale Vorteile:

  •  Gut ausgebildete IT Fachkräfte mit hoher Englischkompetenz
  •  Deutlich geringere Betriebs und Personalkosten als in der EU
  •  Modernes digitales Steuersystem mit einfacher Berichterstattung
  •  Hohe Standortattraktivität durch unkomplizierte Geschäftsprozesse

Viele internationale Unternehmen führen vor dem Markteintritt eine detaillierte Standortanalyse durch, um Kostenstrukturen, Talentverfügbarkeit und regulatorische Rahmenbedingungen zu verstehen.


Für diese Vorab Prüfung nutzen Firmen häufig professionelle research Services, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Gründer profitieren zusätzlich vom schnellen und klar strukturierten Ablauf der georgischen gründung, da Unternehmen innerhalb weniger Tage vollständig registriert und einsatzbereit sind.

Virtual Zone Georgien – Steuerliche Vorteile und Anforderungen

Die Virtual Zone wurde durch die Verordnung Nr. 4064 RS (2010) eingeführt und richtet sich ausschließlich an exportorientierte IT Unternehmen. Das Modell gilt nur für Leistungen, die an Kunden außerhalb Georgiens erbracht werden. Einnahmen von georgischen Kunden sind nicht begünstigt.

Typische Tätigkeiten, die qualifizieren: Softwareentwicklung, SaaS Services, Testing, Systemintegration, IT Consulting, Cloud Engineering und Entwicklung digitaler Produkte.

Steuervorteile für Virtual Zone Unternehmen

Das Virtual Zone Regime ist eines der attraktivsten IT Steuermodelle der Region. Die Steuerbefreiung gilt ausschließlich für ausländische Einkünfte und wird streng nach Einkunftsquelle bewertet.

Wesentliche Vorteile:

  • 0 % Mehrwertsteuer auf exportierte IT Dienstleistungen
  • 0 % Körperschaftsteuer auf Gewinne aus ausländischen IT Leistungen
  • 0 % Quellensteuer auf Dividenden
  • 0 % Grundsteuer auf IT bezogene Unternehmenswerte
  •  Steuerbelastung entsteht nur bei Falscheinstufung oder lokalen Umsätzen

Voraussetzungen und Compliance Regeln

Zur Beantragung eines Virtual Zone Status muss zunächst eine georgische LLC gegründet werden. Anschließend erfolgt der Antrag beim Revenue Service. Die Virtual Zone ist kein physischer Ort, sondern eine steuerliche Klassifizierung.

Anforderungen:

  • Nur IT Tätigkeiten sind zulässig
  • Umsätze müssen vollständig ausländischen Kunden zugeordnet sein
  • Lokale Umsätze führen zum Wegfall der Vorteile
  • Vereinfachte, aber verpflichtende Reportingpflichten
  • Keine Lohnsteuervergünstigungen in der Virtual Zone

Viele Unternehmen sichern sich durch compliance ab, um Fehlklassifizierungen oder Regelverstöße zu vermeiden.

 

International Company Georgien Steuervorteile und strategische Bedeutung

Der Status der International Company wurde durch Änderungen im Steuergesetz 2019–2020 eingeführt.

Im Vergleich zur Virtual Zone ist dieses Modell stärker strukturiert und reguliert. Es gilt für klar definierte IT Aktivitäten und eignet sich insbesondere für skalierende Unternehmen, Servicezentren und Entwicklungsabteilungen mit festangestellten Teams.

Firmen, die langfristige Strukturen, talentbasierte Teams und stabile internationale Abläufe planen, profitieren besonders von diesem Modell.

Steuervorteile für den International Company Status

Der International Company Status bietet einige der niedrigsten Steuersätze weltweit. Besonders die reduzierte Lohnsteuer ist für wachstumsorientierte IT Unternehmen entscheidend.

Steuervorteile:

  • 5 % Körperschaftsteuer (statt 15 %)
  • 0 % Quellensteuer auf Dividenden (statt 5 %)
  • 5 % Lohnsteuer (statt ca. 20 %)
  • 0 % Grundsteuer
  • Reduzierung der steuerlichen Bemessungsgrundlage durch Gehälter, Subunternehmer oder R&D Ausgaben

Zulassungskriterien und genehmigte IT Aktivitäten

Nur IT Dienstleistungen, die gesetzlich eindeutig definiert sind, qualifizieren für den International Company Status. Unternehmen müssen Transparenz, Substanz und eine klare finanzielle Berichterstattung sicherstellen.

Oft verlangt das Finanzministerium eine präzise Beschreibung der technischen Tätigkeiten sowie der internen Prozesse. Deshalb werden viele Unterlagen insbesondere technische Leistungsbeschreibungen und Unternehmensdokumente vor der Einreichung professionell übersetzt.

Voraussetzungen:

  • IT Aktivitäten wie Entwicklung, Support, Cloud Betrieb und Systemwartung
  • Einreichung einer detaillierten Tätigkeitsbeschreibung
  • Registrierung der Firma in Georgien
  • Mögliche regelmäßige Compliance Prüfungen

Für diesen Schritt nutzen Unternehmen häufig übersetzung, um sicherzustellen, dass die Inhalte fachlich korrekt und für die Behörden eindeutig nachvollziehbar sind.

Registrierungs und Antragsprozess

Für beide Programme ist zunächst die Gründung einer georgischen LLC erforderlich. Die Anträge laufen jedoch über unterschiedliche Behörden: Die Virtual Zone über den Revenue Service, die International Company über das Finanzministerium.

Die Bearbeitungszeiten sind unterschiedlich: Virtual Zone wird meist innerhalb von 5–10 Werktagen genehmigt, während die International Company aufgrund detaillierter Prüfungen mehrere Wochen benötigen kann.

Prozessübersicht:

  • Unternehmensregistrierung
  • Registrierung im Steuerportal
  • Einreichung der Antragsunterlagen
  • Genehmigungszeit je nach Programm
  • Einrichtung von Buchhaltung und Reporting

Da beide Modelle spezifische steuerliche Pflichten und unterschiedliche Reportinganforderungen haben, arbeiten viele Unternehmen nach der Genehmigung dauerhaft mit spezialisierten steuerservices zusammen.

Diese stellen sicher, dass alle Vorteile korrekt angewendet werden und die Compliance dauerhaft erfüllt wird.

 

Vergleich: Virtual Zone vs. International Company

Beide Modelle bieten erhebliche Vorteile, jedoch für unterschiedliche Unternehmensprofile. Die Virtual Zone eignet sich für kleine, exportorientierte Teams, während International Company für strukturierte Firmen mit Personal ausgelegt ist.

Wesentliche Unterschiede:

  • Körperschaftsteuer (0 % vs. 5 %)
  • Dividendenausschüttung (0 % vs. 0 %)
  • Lohnsteuer (Standard vs. 5 %)
  • Umsatzrestriktionen
  • Compliance und Substanzanforderungen
  • Skalierbarkeit der Unternehmensstruktur

SaaS Teams bevorzugen oft die Virtual Zone. Für größere Engineering Teams ist International Company langfristig vorteilhafter.

 

Risiken, Einschränkungen und häufige Missverständnisse

Falsche Einstufung oder nicht begünstigte Tätigkeiten führen zum Verlust der Vorteile. Die Behörden prüfen streng nach Einkunftsquelle und gesetzlich definierten Aktivitäten.

Häufige Fehler:

  • Annahme, dass alle Einnahmen steuerfrei sind
  • Nutzung der Virtual Zone trotz lokaler Umsätze
  • Fehler beim Einkunftsquellentest
  • Fehlende Dokumentation bei International Company
  • Verlust des Status durch Regelverstöße
  • Unterschätzung der Substanzanforderungen

 

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Die GCCI Germany unterstützt internationale IT Unternehmen, Start ups und Tech Investoren dabei, ihre Geschäftsstruktur in Georgien sicher, effizient und vollständig regelkonform aufzubauen. Dazu gehören nicht nur die eigentliche Unternehmensgründung, sondern auch die strategische Beratung zur Wahl des passenden Steuerregimes Virtual Zone oder International Company.

GCCI übernimmt die komplette Vorbereitung aller Antragsunterlagen, koordiniert den Austausch mit Behörden, prüft die Anforderungen an Substanz und Geschäftstätigkeit und stellt sicher, dass die eingereichten Informationen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Auch nach der Statusvergabe begleitet GCCI Unternehmen langfristig bei Compliance Reporting, steuerlichen Fragen und der Dokumentation gegenüber dem Finanzministerium. Mit deutschsprachiger Expertise, lokaler Marktkenntnis und einem strukturierten Prozessablauf bietet die GCCI Germany eine verlässliche Grundlage für einen erfolgreichen und steueroptimierten IT Aufbau in Georgien.

Georgien bietet zwei leistungsstarke Steuerprogramme für IT Unternehmen: Virtual Zone und International Company. Beide Modelle sind klar geregelt, langfristig stabil und ideal für exportorientierte Technologieunternehmen. Mit korrekter Compliance und fachkundiger Begleitung bietet der Standort erhebliche steuerliche und operative Vorteile.

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